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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Fenſterläden, ſeinen weißen Gardinen, durch eine Kammerz, deren Ranken ſeine Vorderſeite bedeckten, und durch die Blumen, welche die Geſimſe ſchmückten.

An einem der letzten Tage des Auguſts 1846 ſaß eine ſchon bejahrte Frau in einem Zimmer dieſes grünen Hauſes. Sie hielt die Hände gefaltet und ſchaute bittend zum Himmel. Obwohl die Gluth ihres Blickes Zeugniß gab, daß ſie ganz in ihr ſtilles Gebet verſunken war, ſchien doch zuweilen eine gewiſſe Bekümmerniß ſie wieder davon abzu⸗ ziehen, denn ſie ſchaute plötzlich nach der Thüre, während ihr Angeſicht ein inniges Verlangen, oder eine lebhafte Furcht ausdrückte. Als ſie ſich aber in ihrer Erwartung betrogen ſah, ſchüttelte ſie miß⸗ muthig den Kopf und erhob von Neuem das bittende Auge zu Gott.

Nach einer Weile hörte ſie eine Hinterthüre des Hauſes öffnen und ſchließen. Als ob dieſes Ge⸗ räuſch ihrer Ungeduld einige Befriedigung verſpräche, ſprang ſie auf, um nachzuſehen, wer hereingekommen wäre.

Es erſchien ein junges Mädchen von etwa ſieb⸗ zehn Jahren, mit blonden Haaren und blauen Augen,

deſſen ſanfte und duldſame Miene durch Traurigkeit

und Angſt erregt war.

„Nun, nun, Franciska,“ fragte die Frau,„ſiehſt du den Briefträger noch nicht?“

„Nichts, Mutter,“ antwortete das Mädchen,„nichts! Und jetzt ſind die Schaafe von Pächter Nelis auf die Straße gekommen; und dieſe machen einen ſol⸗

chen Staub in der Luft, daß es unmöglich iſt, aus

der Ferne zu ſehen, ob Jemand kommt.“

und zi heimen Mutter „Je Frau. los; de würden Ach, Fr lich! Y tig, al wollte.“ Ohr blonde vor die Ihre

Wir wol

S d, leicht zu Auge zu gezittert. wo ein e Hoffnung