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Der Student erhob langſam den Kopf und ſah ſeinem Großvater verwirrt in die Augen, als hätte er ſeine Worte nicht verſtanben.
„Du fragſt mich, wie das möglich iſt?“ ſagte der Greis.„Deine Mutter und Franciska haben lang in mich gedrungen, ihnen zu geſtatten, auf unſer Haus etwas Geld aufzunehmen. Ich habe mich mit unerbittlicher Feſtigkeit gegen dieſes gefähr⸗ liche Vorhaben erklärt; und was auch geſchehe, ich werde niemals meine Zuſtimmung dazu geben, zu Deinen Gunſten dieſes letzte Ueberbleibſel der Hinter⸗ laſſenſchaft Deines Vaters aufzuopfern. Gott hat mich an Deines Vaters Stelle geſetzt; ich bin nicht ällein Dein Pfleger, ſondern auch der Pfleger Dei⸗ ner Mutter und Schweſter. Sie in Zukunft gegen eine äußerſte Armuth zu ſchützen, iſt mir eine heilige Pflicht...“
„Ach nein, Großvater,“ ſeufzte der Student, „ſollte ich zu einem ſolchen Opfer Veranlaſſung ge⸗ ben, nein, ich werde mich meinem traurigen Looſe unterwerfen.“
„Das iſt es nicht, was ich ſagen will,“ fiel der Greis ein.„Ich ſelbſt beſitze kein Eigenthum, als einen halben Morgen Landes; ich hielt feſt daran, weil es von meinen Eltern herkommt, weil es ein Stückchen Brod abwerfen, weil es eine Zuflucht in der Noth gewähren konnte. Ich will es verkaufen. Sei alſo ruhig, Adolph; binnen drei oder vier Tagen ſollſt Du die fünfhundert Francs empfangen.“ Der Student ſprang ſeinem Großvater an den Hals und küßte ihn mit überwallender Zärtlichkeit. Nach dieſer leidenſchaftlichen Umarmung faßte er


