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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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ihn bei der Hand und ſagte mit Thränen in den Augen:

„Ja, ja, Vater, ich nehme dieſes Erbieten an. Ich konnte fürchten, ich konnte an dem Ausgang mei⸗ nes Examens zweifeln; aber nun, und wäre dieſe doppelte Prüfung noch duzendmal ſchwerer, ich werde ſie ſiegreich erſtehen! Der gerechte, der barmhetzige Gott wird Rechnung halten über Eure Liebe und über meinen Entſchluß. Sei ruhig, Vater; und müßte mein ganzes Leben dieſem Ziele geweiht ſein, ich werde Eure Liebe, Eure Güte hundertfach beloh⸗ nen. Ach, ach, welches Glück! Mein Traum wird Wahrheit werden: ich ſoll Doctor ſein!“ 5

Nachdem der Jüngling noch einige Augenblicke in freudiger Erregung über ſeine Entwürfe und über die Zukunft ſich ausgelaſſen hatte, begann er

ruhigeren Gemüths mehr im Einzelnen von Mutter⸗ und Schweſter zu ſprechen und ſich nach den Freunden

in dem heimathlichen Dorfe zu erkundigen.

Sein Großvater erzählte ihm, wie der Notar und ſeine Töchter noch oft mit Theilnahme nach ſei⸗ nem Befinden fragten; wie der alte Paſtor noch vorgeſtern gekommen ſei, um zu hören, ob es mit dem Studenten zu Löwen immer gut ſtehe, und wie Adelina, die Tochter von Doctor Heuvels, beinahe täglich komme, um mit Franciska von Adolph und ſeinem bevorſtehenden Examen zu plaudern.

Als der Greis von der Familie des Notars und insbeſondere von Conſtantia, ſeiner Tochter, geſpro⸗ chen hatte, war ein heiteres Lächeln in dem Geſichte des Studenten aufgeſtiegen. Es erfreute ihn zu erfahren, daß die Freunde ſeiner Kindheit ihn noch

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daß er auf ſeit Adr einmal glücklich ſehen.

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