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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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den durch den Mangel einer Summe von fünfhun⸗ dert Franes?

Die Summe thut nichts dabei, ſeufzte der alte Mann.Zehntauſend Francs oder fünfhundert Francs, es iſt daſſelbe für uns; wir haben Nichts mehr.

O, es iſt unbegreiflich hart, was Du mir da ſagſt, Großvater, rief Adolph, vor Erregung zitternd; könnte ich glauben, was Deine Worte mir andeu⸗ ten, ich würde wahnſinnig!

Indem er dieſe Klage ausſtieß, ſank er mit dem Kopf auf den Tiſch und verbarg das Angeſicht mit beiden Händen.

Der Greis ſchien gekränkt und einigermaßen er⸗ bittert durch die murrenden Worte, welche dem faſt vernichteten Studenten entſchlüpften. Indem er ſich augenſcheinlich Gewalt anthat, um ein Gefühl von Entrüſtung zu unterdrücken, ſagte er in ſtrengſtem, ſchmerzlichem Ton:

Adolph, Adolph, Du ſollteſt es wagen, Deine Mutter zu beſchuldigen? Haben wir nicht für Dich gethan, was wenige Eltern für das geliebteſte Kind tbun würden? Dein ſeliger Vater hat als Thierarzt wenig erworben; er ſtarb frühzeitig: ſeine Hinter⸗ laſſenſchaft war unbedeutend. Wir ſind ſeitdem durch Krankheit und Mißgeſchick geprüft worden. Deſſen ungeachtet wagken wir, da Du der einzige Sohn wareſt, da wir auf Dich alle unſere Liebe und alle unſere Hoffnung übergetragen hatten, für Dich von einer ehrenvollen, einer glänzenden Zukunft zu träumen. Wir wußten nicht, was eine vollſtän⸗ dige Ausbildung koſten mußte. Bis jetzt belaufen ſich die Opfer, die ſeit Deiner Kindheit für Dich