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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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nem Hausherrn. Für die Koſten meiner beiden Eramina bedarf ich zum Allermindeſten zweihundert Francs. Und Du begreiſſt doch, daß, wenn meine Studien glücklich beendigt ſind, ich die Univerſität nicht verlaſſen kann, ohne hier zu bezahlen, was ich ſchuldig bin.

In der That, murmelte der Alte niederge⸗ ſchlagen,Du biſt ſehr zu beklagen, Adolph; aber was kann der Menſch gegen die Unmöglichkeit?

Du bringſt mir alſo kein Geld? Die Mutter kann Nichts mehr für mich thun? Ihre Hülfe fehlt mir in dem entſcheidenden Augenblick? fragte der Jüngling mit ängſtlicher Beſtürzung.

Ich bringe Dir hundert Francs: das letzte Opfer. Wüßteſt Du, Adolph, was es uns koſtet!

Und das Geld für mein Eramen? rief der Jüngling.

Wir können nicht daran denken, Dir weiter Etwas zu ſchicken. Wir ſind in die tieſſte Noth ge⸗ rathen und, ich muß das grauſame Wort noch ausſprechen, Deine Mutter, Deine Schweſter leben im Mangel, beinahe im Elend

Der Student ſchlug ſich die Hände vor die Stirne und murmelte nicht ohne einige Bitterkeit:

Ich wußte, daß die Koſten meiner Studien für die gute Mutter ſchwer und drückend geworden wa⸗ ren, aber ich hoffte doch, in dieſem äußerſten Augen⸗ blick würde die erprobte Liebe von Euch Allen zu dieſem letzten Hpfer Euch noch die Kraft verliehen haben. Wie? Alles, was Ihr für mich gethan habt, ſoll verloren ſein? Meine Zukunft ſoll zerſtört wer⸗

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