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Zimmer,
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„Ich höre zu,“ murmelte er.„Laß mich nun wiſſen, Vater, welche Botſchaft Du für mich haſt.“
Mit ſchlecht unterdrücktem Zorn begann der Greis:
„Auf ſolche Weiſe alſo erkennſt Du unſere Liebe? Dort eine Mutter, eine Schweſter, welche insgeheim mit Noth und Erniedrigung kämpfen, hier ein Sohn, der die Früchte der ſchmerzlichſten Aufopferungen un⸗ beſonnen verſchwendet! Hätte ich vorausſehen kön⸗ nen, welche bittere Enttäuſchung meiner hier wartet, ich hätte niemals die lange Reiſe unternommen. Solch ein Betragen iſt ein grauſamer Hohn. Möge Gott Dir vergeben!“
„Schweige, Großvater, ſprich nicht ſo: Du irrſt Dich über meine Perſon!“ ſtammelte der Jüngling, ſeine Hände zu dem Greiſe ausſtreckend.
„Wehe, wehe! So muß ich Dich alſo wieder⸗ ſehen?“ fuhr dieſer fort;„an einem mit vollen Wein⸗ pokalen bedeckten Tiſche, die Cigarre im Munde, zwi⸗ ſchen liederlichen Geſellen, in einer Tanzkneipe? Die ſchrecklichen Verdächtigungen, die man im Dorfe gegen
ich ausgeſtreut hatte, waren alſo gegründet? Arme Mutter, ihre Thränen floſſen alſo doch nicht über ein eingebildetes Uebel!“
„Wer hat mich verläſtert? Was hat man gegen mich geſagt?“ rief der aufgeregte Student mit Ent⸗ rüſtung aus.„O, ich bin nicht rachſüchtig, aber er nehme ſich in Acht, der böſe Feind, der das Herz meiner Mutter ſo niederträchtig durchbohrt hat! Falſch, falſch iſt Dein Verdacht!“


