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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Himmel! bringſt Du mir ſchlimme Botſchaft von meiner Mutter, meiner Schweſter? rief Adolph er⸗ ſchrocken.

Nein, nein, Deine Mutter und Deine Schweſter befinden ſich wohl, murmelte der Greis mit einer gewiſſen Bitterkeit.

Nun denn, Großvater, was verurſacht Dir eine ſo unbegreifliche Aufregung?

Komm, verlaß dieſen Ort mit mir. Hier kann ich nicht ſprechen. Was ich Dir zu ſagen habe, iſt von Wichtigkeit, von großer Wichtigkeit. Ich muß allein, ganz allein mit Dir ſein.

Der Bankiersſohn bot dem alten Mann einen Pokal, indem er ſagte:

Da, Großvater, trinkt dieſes Glas, es wird Euch gut thun und Euch erquicken.

Aber der Greis ſah ihn mit einem ſo ſonderbaren Blick an, daß der verblüffte Student den Pokal auf den Tiſch ſetzte und ſeinem Kameraden in's Ohr flüſterte:

Ah, ah, der Großvater iſt teufelmäßig ſchlecht aufgelegt. Sie wird etwas langweilig ſein, die wirſptebigt⸗ die er unſerem armen Freund halten will.

Adolph entſchuldigte ſich mit einigen kurzen Wor⸗ ten bei ſeinen Kameraden und ſprach dann zu dem Greiſe:

Komm, Großvater, ich folge Dir; meine Angſt iſt groß, die Ungeduld, den Zweck Deiner Reiſe kennen zu lernen, quält mich über die Maßen.

Ohne auf die Leute zu achten, welche ſeit der vorgefallenen Umarmung mit erhöhter Neugierde ſie

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