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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Viele der anweſenden Bürger und Studenten hatten ſein Erſcheinen bemerkt und die meiſten ſahen ihn mit Ueberraſchung und Neugierde an. Einige Studenten lachten ſogar laut und ſpotteten zum Voraus über die Verlegenheit, in welche der Sohn dieſes Erzvaters bei der Erkennungsſcene gerathen würde; denn ſie zweifelten keineswegs daran, daß der Fremde ein einfältiger Bauer ſei, der ſeinen alten Sparhafen geleert habe, um ſeinen Jungen auf der Hochſchule ſtudiren zu laſſen. Es iſt durch⸗ aus nicht angenehm, wenn man zu Löwen den Herrn ſpielt und ſich gern für den Sohn eines Barons gehalten wiſſen möchte, ſehen zu müſſen, wie der Vater kommt und vor aller Welt den wahren Stamm⸗ baum verräth.

Der Greis ſchien ich bemerken, daß er der Gegenſtand der unbeſchei NMugierde der Einen, und des groben Spottes der Andern war. Er trat in den Garten vor und verfolgte ſeine Unterſuchung mit einer Freiheit, die Jedermann in Verwunderung ſetzte.

Plötzlich wandelte ihn eine heftige Bewegung an, und er hielt ſeine Schritte zurück. Sein Blick haftete

eſt an einem Tiſche, der mit Bechern voll rothen Weins beladen war, und über dem der Rauch der Cigarren in kräuſelnden Wolken aufqualmte; beſon⸗ ers aber ſchien er Jemand anzuſtarren, der mit dem Rücken ihm zugekehrt dort ſaß und in eifrigem Ge⸗ ſpräch mit einem andern Jüngling begriffen war. as er ſah, mußte den Greis ſehr ergreifen, denn mit dem Ausbruck trauriger Ueberraſchung und tiefen Verdruſſes auf dem Angeſicht ließ er ſeine Augén Conſcience, der junge Doetor, 2