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aufhörlich, als wäre er mittelſt der Sprache im Streite mit dem Schreiber des Buchs geweſen.
Wer ihm ſo hätte zuſehen können, würde ſich ohne Zweifel über die verſtändige Schönheit ſeiner tief⸗ denkenden Miene verwundert haben. Unter ſeiner breiten Stirne funkelten zuweilen die braunen Augen, als ſchöſſen ihm Feuerſtrahlen aus dem Gehirn; ein anderes Mal lief ein heiteres Lächeln ihm über die Lippen, und dann ſchien er mit gieriger Luſt die neuen Kenntniſſe einzuſaugen, die ihm von dem Buche dargeboten wurden.
Zuweilen rieb er ſich lebhaft die Stirne, um ſei⸗ nen ermatteten Geiſt oder ſeine ermüdeten Sehnerven zu neuer Kraftanſtrengung zu wecken. Der Schweiß lief ihm über das Angeſicht und er hatte Mühe ge⸗ nug, mit ſeinem Taſchentuch die Tropfen aufzufangen, welche ſonſt das Buch beſchädigt haben würden.
Bereits waren Stunden verfloſſen, ſeitdem er ſo bewegungslos an dem Tiſche ſaß, und er hatte viel⸗ leicht die Hälfte des ſchweren Buches verſchlungen. Die Sonne war ſchon lange hinter den Häuſern hin⸗ abgeſtiegen; es war Bewegung und Geräuſch von Menſchen in die Straße gekommen. Der Student war ſogar der Meinung geweſen, eine bekannte Freun⸗ desſtimme habe von außen ſeinen Namen gerufen.
Dieß ſtörte jedoch ſeine fieberiſche Aufmerkſamkeit nicht, und er blieb in dieſelbe Vergeſſenheit der Au⸗ ßenwelt verſunken, bis er plötzlich auf der Treppe den Schritt von zwei oder drei Perſonen und zugleich das ſchallende Gelächter jugendlicher Stimmen ver⸗ nahm. Es waren demnach Freunde, Angehörige der
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