5.
Wen That, nicht Zeit, in Lebens Tiefen rief, Wer so gealtert in der Welt der Qual, Daſs sein kein Wunder wartet, dafs ihn tief Lieb', Ehrsucht, Ruhm, Schmerz, Streit nicht noch einmal Durchbohren können mit dem scharfen Stahl Des stillen, bittern Duldens; er sieht ein, Warum Gedanke Höhlen sucht, so kahl, Doch wo Gestalten, luft ger Bilder Reih'n
Steis ungeschwächt, ob alt, durchziehn der
Seele Schrein.
6.
Zu schaffen dann, zu leben schöpferfroh
Ein angestrengter Seyn, drum kleiden wir
In Form ein Bild, gewinnen, gaben s0
Wir ein erdichtet Leben, wie ich hier.
Was bin ich? Nichts; doch so ist's nicht mit dir,


