Teil eines Werkes 
7/8 (1822) Der Doge von Venedig / von George Gordon Byron ; übersetzt von Theodor Hell ;; Erste Abtheilung und Zweyte Abtheilung
Entstehung
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tiberlassen, jedoch nicht mehr als zwey. Eben

so wurde Erlaubnils zum Tragen der Waflen ertheilt 4 Notarien der Cancellaria, das heiſst

des obern Gerichtshofes, welche die Anklagen

und Untersuchungen zu führen haben, auf im. merwährende Zeit. Und als sonach die Verrä- ther aufgehängt und dem Dogen das Haupt ab- geschlagen worden, blieb der Staat in grofser Ruhe und Frieden. Und der Leichnam des Dogen ward, wie ich in einer Chronik gefunden habe, in einer Barke mit 8 Fackeln in das Familienbegräbniſs nach S. Giovanni und Paolo gebracht. Das Grabmal ist noch in dem Gange, mitten in der kleinen Kirche von Santa Maria della Pace zu sehen, welche der Bischoff Ca. briel von Bergamo baute. Auf dem Steine dar- über liest man die Worte: Heic jacet Domi- nus Marinus Faletro Dux.(Hier ruht der Her- zog Marino Faliero.) In der Halle des groſsen Raths ist er nicht abgebildet worden, sondern der Platz ist leergelassen, und die Unterschrift lautet: Hic est locus Marini Faletro, decapi- tati pro criminibus.(Dies ist der Platz für