Und die Nacht theilt dir nicht zu Ihres Odens milde Ruh';
Eine Sonne bringt der Tag, Wünsch'st, dafs sie verlöschen mag!
5.
Ich kocht,— er hat zu todten Kraft— Aus deinen falschen Thränen Saft,
Aus deinem Herzen nahm ich dann Schwarz Blut, wie es am schwärz'sten rann, Dein Lächeln gab die Schlange mir, Denn, wie im Bruche, lag sie hier;
Den Zauber hat dein Mund gebracht,
Der alles dies so tödtlich macht.
Ich prüfte jed bekanntes Cift,
Und fand, daſs dein's am stärksten trifft.
6.
Dein kaltes Herz, die Schlangenhuld,
Dein bodenloses Meer der Schuld,
Dein Aug'— es scheint so fromm und frey— Der Brust verschloss'ne Heucheley—
Bey deinem hohen Kunstbereich,
Dein Herz sah Menschenherzen gleich— Bey deiner Lust ob Andrer Pein,
Bey deinem Cain's Schwester-Seyn,
Bey all' dem ruf' ich dich— herein,
Du sollst dir selber Hölle seyn!


