Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Ja, da hat ſie Maier eintreten ſehen! Gute Martha, Ihr habt falſch geſehen; das Licht

in dem chineſiſchen Saal rührt von dem fremden Herrn her, der ſich dahin verirrte; die Capellenfenſter warfen C 42 2 die Strahlen der Hoflaternen zuxück und die weiße Ge⸗ talt war ich ſelbſt, die ich bei einbrechender Dunkelheit U. k n von Geiſenberg heraufkam, und in Gedanken durch den Haupteingang eintreten wollte.* hAber die Spuren von triefenden, naſſen Kleidern auf der Treppe und dem Corridor? Rühren von einem durchregneten Mantel irgend en eines lebendigen Schloßbewohners her. Martha ſchüttelte ſorgenvoll den Kopf, nachdem ſie te das Tuch feſter um die Stirne geſteckt hatte. Sie und der Profeſſor glauben nicht an Anzeichen, ich weiß es wohl, aber ich hab's zu oft erlebt, als daß . ich's läugnen ſollte. Irene ſchloß, von Müdigkeit überwältigt, die Augenlieder. Die Poeſie des Volkes, entgegnete ſie mit frem⸗ der, ſchon durch den Schlaf gefeſſelter Stimme,treibt 3 dieſe phantaſtiſchen Blüten. Der Ausgang jeder Sage . iſt ein Act der Volksjuſtiz; gute Nacht, arme Elſe!

Ihr Verſtummen und der gleichmäßige Athem zeigten an, daß ſie feſt ſchlief. Kinder der Zeit. H.