Teil eines Werkes 
3 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

murmelte der ng.Welche ß man unſere ‚Gift für uns P! 74

er Aufklärung gtigt habe, als die Hausthür

iſt bereits zehn

te Frau Arte⸗ rſonen an der her Ghelnoot, unn noch nicht

gleich darauf Artevelde mit Kaum erblickte vor Zorn, und ng betrachtend,

Das ſpart mir wohl, Lieven, telle den Hals reund geweſen dazu. Darum

115

Jakob von Artcvelde.

folgt mir; wir haben eine ernſthafte Sache zuſammen abzumachen.

Statt aller Antwort hob Lieven verzweifelt die Arme in die Höhe und ſchrie:

Schon wieder, ſchon wieder!

Was ſchon wieder! erwiederte Ghelnoot ſpöttiſch, indem er Lieven beim Arme faßte und ihn zwingen wollte, das Zimmer mit ihm zu verlaſſen.Kommt, kommt! wir wollen auf der Straße ſehen, was Ihr vorzubringen wißt.

Gut! antwortete der Jüngling, entſchloſſen auf⸗ ſtehend.

Veerle warf ſich zwiſchen Lieven und Ghelnoot, und den Letzteren mit Gewalt zurückdrängend, rief ſie:

Nein, nein, Mher van Lens! Lieven geht nicht mit! Ich begreife nicht, warum Ihr uns mit ſolchem böſen Scherz erſchrecken wollt. Ihr ſeid nicht mehr kenntlich, ſo häßlich iſt Euer Geſicht. Setzt Euch nieder und laßt doch das thörichte Spiel ſein.

Es iſt kein Spiel, Jungfrau! antwortete Ghel⸗ noot.Laßt ihn nur mit mir gehen; er iſt ein falſcher Menſch, der Eure Neigung nicht mehr verdient. Ich

werde es Euch gleich vollſtändig beweiſen. Es giebt Schlangen, die eine ſchöne Haut haben, Veerle! aber ihr Gift iſt darum nicht minder todtlich.

Kommt! rief Lieven wüthend, nach der Thuͤr eilend.Man hat Euch auch betrogen; aber ich muß meinem unglücklichen Geſchick gehorchen.

8