Teil eines Werkes 
3 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

Gott, Gott! es iſt unbegreiflich! murmelte der Jüngling mit dem Tone der Verzweiflung.Welche düſtere Verſchwörung umgiebt uns, daß man unſere geheimſten Abſichten ausſpäht und daraus Gift für uns bereitet, ſelbſt noch ehe ſie ausgeführt ſind!

Er wollte eben der Geliebten darüber Aufklärung geben, wie man auch ſie bei ihm verdächtigt habe, als ſie plötzlich durch einen lauten Schlag an die Hausthür überraſcht wurden.

Wer kann das ſein? ſo ſpät? Es iſt bereits zehn Uhr! rief Veerle verwundert.

Dein Vater iſt es nicht! antwortete Frau Arte⸗ velde;dann hätten wir weit mehr Perſonen an der Thüre gehört. Es iſt wahrſcheinlich Mher Ghelnoot, der ſich erkundigt, ob der Oberhauptmann noch nicht von ſeiner Reiſe zurückgekehrt iſt.

Ghelnoot van Lens trat in der That gleich darauf lachend in das Gemach und grüßte Frau Artevelde mit einigen heiteren und freundlichen Worten. Kaum erblickte er jedoch Lieven Denys, ſo ward er roth vor Zorn, und den Jüngling mit einer gewiſſen Verachtung betrachtend, rief er:

Hahal da ſeid Ihr! deſto beſſer! Das ſpart mir die Mühe, Euch aufzuſuchen. Wißt Ihr wohl, Lieven, daß ich große Luſt fühle, Euch auf der Stelle den Hals zu brechen, obwohl ich ſo lange Euer Freund geweſen bin; aber dies Gemach iſt nicht paſſend dazu. Darum

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