Teil eines Werkes 
3 (1849)
Entstehung
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köffnet. Aber den Verdruß, t nie das Ge⸗ es nicht ganz ittlich bliebeſt, nſchuldig bin, eſt, ja, wenn une ſchenkteſt, undin in mei bkoſen in der m meine letzte

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Jakob von Artevelde.

Verleumdung Euer Leben vergiftet und Euch Leiden be⸗ reitet; keines von Euch Beiden hat dem Andern etwas vorzuwerfen; daſſelbe Weh, derſelbe Argwohn hat Euch gefoltert. Nun denn! ſeid von jetzt an ſtark gegen die Bosheit der Welt; leiht den ſchändlichen Gerüchten, welche unbekannte Feinde bereiten gegen Alles, was Artevelde theuer und lieb iſt, kein Gehör mehr; nimm Dir ein Vorbild an Deinem Vater, Veerle; er bleibt ſich unerſchütterlich treu, trotz allem Gifte, das auf ihn geſpritzt wird; nur in ſeinem eigenen Gewiſſen ſucht er den Richter ſeiner Thaten. Macht es auch ſo! Und dul⸗ det nicht länger, daß unbekannte Ehrenräuber Euch zum Spielball ihrer Bosheit machen. Ihr habt heute die Auflöſung des Räthſels von Jahre langem Argwohn und Verdacht gefunden. Ich danke dem gütigen Gott für dieſe Lehre. Sie möge Eurem Geiſte eingeprägt bleiben bis an das Ende Eurer Tage. Jetzt genießt ge⸗ troſt und fröhlich das Glück der Verſöhnung. Keinen Argwohn mehr, meine Kinder!

Veerle! ſagte Lieven,Offenherzigkeit ſei künf⸗ tig unſere Schutzwehr gegen geheime Verfolgung. Ob⸗ wohl in meinem Herzen nicht der mindeſte Schatten von Zweifel mehr bleibt, ſo will ich auch ſelbſt die nachgelaſ⸗ ſenen Spuren eines früheren Verdachtes herausreißen. Darum laß mich Dich etwas fragen: Biſt Du geſtern im Beggynhofe geweſen?

Ich ſollte hingehen, antwortete die Jungfrau; aber meine Baſe von Peteghem war gekommen, und ſo konnte ich das Haus nicht verlaſſen.

Jakob von Artevelde. III. 8