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Ich Spott Leben als doch Mit⸗ h beſchwöre ſüße Kind⸗ muß Ver⸗
„O, möchte wäre! Aber
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mein Mund n, daß Du Artevelde's unwürdigen wohl ſagen Zuſenfreund in ſchlechter d, den Du und ſchlecht
Jakob von Artevelde. 111
zu ſein; undankbar mußteſt Du werden, verleumden mußte Dein Mund! Ach! wie war es möglich? Lieven, Lieven! mußte Deine Hand mir den Todesſtoß geben?“
Ein Gefühl des Unwillens bemächtigte ſich plötzlich Lieven's. Er ſtand auf und ſagte mit Stolz zu der Jungfrau:
„Was ſoll ich auf ſo offenbare Unwahrheit antwor⸗ ten? Ich verzeihe Dir, Veerle; was Du leideſt, habe ich gelitten. Was man mir jetzt zur Laſt legt, das glaubte ich Dir zum Vorwurfe machen zu können. Aber unſer Schickſal iſt unbegreiflich; Verleumdung umringt uns auf allen Wegen, wie ein unzerreißbares Gewebe.“
„Ach! lüge nicht!“ ſagte Veerle.„Haſt Du nicht geſtern im Leeuw⸗ten⸗Putte an Jakob Hoyvant, den Holzhauer aus dem Wolveſtege, dies Alles geſagt in Gegenwart von Joos Herwege und Boudin Stichel? Jakob Hoyvant hat es ſelbſt unſerer Magd Jaequemyne erzählt, während Du noch geſtern im Leeuw ten⸗Putte ſaßeſt und ſpotteteſt.“
Lieven ſetzte ſich wieder zu Veerle, faßte ihre Hand und erwiderte lächelnd:
„Veerle, meine theure Freundin! es iſt unſere Schuld allein, wenn wir leiden. Zum erſten Male ſeit einem Jahre bemerke ich das mit einer wunderbaren Klarheit des Geiſtes. Warum ſchenken wir dem Gehör, was man ſagt, da wir es doch beſſer wiſſen, als die Ver⸗ leumder? Seit ſechs Wochen habe ich keinen Fuß in eine Herberge geſetzt, und im Leeuw⸗ten⸗Putte bin ich in drei Monaten nicht geweſen. Es iſt wahr, ich habe mein


