gerade her⸗ Offenherzig⸗ ng finden.“ entſchließen a mächtiger hhämt ſenkte
Blicke: 5. daß Du
welche ſich löͤtzlich aber Zorns und nd faſt un⸗ zurück. nge, die ich reifen, wie aß ich hier⸗ eer Abſchied
lde, als ob utlich Zorn
aus, ſchob vieder und
an Jacque⸗
2 unerwar⸗
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tete Wirkung ſeiner Worte, und täuſchte ſich gewiß über den Sinn der Klagen ſeiner Geliebten. Er näherte ſich ihr nun bittend, und ſagte:
„Ach, Veerle! entſetze Dich nicht deshalb, theure Freundin! Wenn ich Dir in Gottes Gegenwart erkläre, daß ich Dich allein auf Erden lieben werde, bis das Grab ſich mir öffnet: iſt das ein Abſchied? ein Lebewohl? O, ſei ruhig! O, lächele mir zu, Beſte! Iſt dieſer Tag nicht der ſchönſte meines Lebens? Willſt Du mich wieder in den Abgrund zurückſchleudern, aus dem Du mich gerettet haſt? Du ſtößeſt mich von Dir? Du antworteſt mir nicht? Ach! täuſchen mich denn meine Sinne? War mein Glück ein Traum, der jetzt ein Ende nimmt und mich wieder meinen gräßlichen Leiden hingiebt? Gnade, Gnade, Veerle! Was habe ich denn gethan, daß Du unerbittlich biſt?“
Veerle richtete das Haupt empor und ſagte, unter einem Strom von Thränen, zu dem beſtürzten Jünglinge:
„Lieven, Lieven! habe ich dieſes Leid verdient? Ach! jetzt iſt Alles vorbei zwiſchen uns. Sucht es nicht zu beſchönigen: ich bin die Tochter Artevelde's, Herr! Dies kann ich nicht vergeſſen, und ſollte ich vor Schmerz dar⸗ über ſterben! Ich werde leiden, trauern, vergehen, das weiß ich wohl, ſchlechter Menſch! Ja, ich habe Dich ſeit meiner früheſten Kindheit geliebt; in dieſem entſcheiden⸗ den Augenblicke darf ich es wohl ſagen, daß meine Mut⸗ ter es hört. Ich ſchäme mich deſſen nicht; denn bei mir war es wenigſtens ein edles Gefühl— bei Dir?— Ach, ach! ich ſterbe gewiß davon, ehe der Winter noch
Jakob von Artevelde.


