Teil eines Werkes 
3 (1849)
Entstehung
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ng ſich ihrer m die kalten mdie Augen, zu wiſſen,

Ib weinend; ein! Armer willen, daß

vort erhielt, i, wie wenn nehr kennte,

um ihren ſein zurück⸗

erbar ſüßes Jünglings. n Auge fle⸗ und ſagte

Du Dich

rief Veerle erwiedernd. n der Tafel, aale, brachte Lippen und

ich zu mir!

Jakob von Artevelde.

Du haſt wohlgethan, hierher zu kommen, um Troſt zu ſuchen; ich will die Verzweiflung ſchon aus Deiner Bruſt vertreiben.

Sie bewog Lieven, ſich neben ſie zu ſetzen, ohne ſeine Hand loszulaſſen, und ſuchte durch ein beſtändiges Lä⸗ cheln, aus welchem die innigſte Liebe hervorblickte, den Verdruß gänzlich aus des Jünglings Herzen zu ver⸗ bannen.

Lieven betrachtete Veerle erſtaunt und ſagte mit vor Glück zitternder Stimme:

O, Veerle! ich habe unſägliche Schmerzen gelitten; wohl zehnmal fühlte ich mir heute das Herz brechen, und Feuer verzehrte mein Gehirn: ich war eine verdammte Seele in der Hölle des Zweifels; ich weiß nicht, was mit mir vorgeht; jetzt erblicke ich den Himmel auf Deinem Angeſichte; ich bin eine Seele geworden, die der höchſten Seligkeit genießt, die vor Glück ſchmilzt..... Vielleicht bin ich wahnſinnig! Ach! nein, nein, Veerle! ich muß Dir danken, Dir, die ſtets meine liebe treue Freundin iſt; Dein Lächeln allein iſt Wahrheit, alles Uebrige Lüge und Verleumdung. Möge die ganze Welt mich verſpotten, möge ein gräßlicher Fluch auf mir laſten; ich bleibe der 74

Aber, Lieven! ſagte Frau Artevelde;Du warſt bei Deinem Kommen ſo entſtellt, daß Dir etwas Schreck⸗ liches widerfahren ſein muß. Aus Deinen Worten glaube ich abnehmen zu können, daß die Verleumdung, die uns verfolgt, auch Dich zu ihrem Opfer erkoren hat. Red⸗ lichkeit allein kann Dich ſchützen gegen das Gift, mit dem