aufhoben,
drüben im at, ſo kann der Thüre
g er plötz⸗ und ſchrie,
mich nicht
den lachend; ter das!— iebt. Das zu trinken,
Wuth und te ſich wie der Ribau⸗ Gedanke je⸗ hzuckte ihn. us, ergriff zu wieder⸗
nichts mit hun haben Fortgehn: Euch tüch⸗ veſen ſeid.“
Jakob von Artevelde. 105
Eine Dienerin öffnete Lieven die Thür und dieſer eilte wie wahnſinnig nach dem Gemach, in welchem ſich Veerle mit ihrer Mutter befand.
Frau Artevelde erſchrak, als der Jüngling ſo uner⸗ wartet vor ihr erſchien. Sein Aeußeres war in der That ſeltſam und ſchrecklich; Todesbläſſe lag auf ſeinen Wan⸗ gen, Schweißtropfen perlten von ſeiner Stirne herab; er zitterte ſichtbar an allen Gliedern, während ſeine Au⸗ gen ſich mit eigenthümlichem Ausdruck und wie verſen⸗ gend auf Veerle richteten, die neben dem Kamine ſaß, ihr Antlitz mit beiden Händen bedeckte und bitterlich weinte.
Die Jungfrau hatte den Kopf aufgehoben, als die Thür geöffnet wurde, und Lieven mit verſtörtem Blicke erſchaut, jedoch die Hände wieder vor die Augen gelegt, ohne ſelbſt ihren Geliebten grüßen zu wollen, gleichſam als ob ſeine Gegenwart ſie mehr erzürne denn erfreue.
Als der Jüngling näher kam, ſtand Frau Artevelde von ihrem Sitze auf, ging zu ihm, legte ihm mitleidig den Arm um den Leib, als wolle ſie ihn ſtützen, ergriff ſeine Hand und fragte ihn ängſtlich:
„Armer Lieven! was fehlt Dir? Was entſtellt Dich ſo furchtbar?“
Allein wie verrückt drückte der Jüngling ihre Hand und ſtarrte bewegungslos Veerle mit flammendem Auge an.
„O Gott!“ rief Frau Artevelde mit ſchneidender Stimme.„Welches Unglück! welches Unglück! Wehe! wehe! Veerle, er iſt wahnſinnig!“
Bei dieſem Angſtruf ihrer Mutter ſprang Veerle in die Höhe und betrachtete zitternd das bleiche Antlitz ihres


