Teil eines Werkes 
3 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

die Freunde mit Veerle en Jüngling und in der vorbereiten? imtheit nicht h tiefer ver⸗ von glauben au aus Ma⸗ im Beggyn⸗ nuch da war; hrer Gegen⸗ ur zum Zeit⸗ unſchuldigen und ſei Dei⸗

plötzlich von rück. Er be⸗ fe, und rief: 74

t Denys ge⸗ von Marien⸗ nur eine Un⸗

7

t dieſer Ver⸗

O, Gnade! ch; mir wir⸗ s ob mir der

Jakob von Artevelde. 99

Während Lieven, die Hand vor die Augen haltend, zitternd da ſtand, warf der Oberdechant einen forſchen⸗ den Blick auf ihn. Dann ſtand er auf, faßte ſeinen Sohn bei der Hand und führte ihn zu dem Stuhle zurück, in⸗ dem er mit leiſer und tröſtender Stimme ſagte:

Die ſchwere Vaterpflicht, die ich zu erfüllen habe, iſt ſchmerzlich; aber es muß ſein. Setze Dich, Lieven! ich will mich kurz faſſen. Siehſt Du, mein Sohn, ich will nicht länger dulden, daß Du der Gegenſtand dieſer offenbaren Verſpottung biſt, und daß man Dir, wäre es auch nur aus tadelnswerthem Leiichtſinne, ſolche Schmerzen bereitet. Ich rathe Dir, daß Du heute noch mit der Tochter des Oberhauptmanns brecheſt.... Du antworteſt nicht! Ich befehle es Dir! Mein Befehl iſt unwiderruflich! Was ſagſt Du?

Nun denn! Da mein ſchweres Schickſal es alſo will, ſo werde ich es thun, antwortete Lieven faſt tonlos.

Ich danke Dir, mein Sohn! ſagte Geeraert. Segne Du auch Gottes Güte, die Dich heute von die⸗ ſem ſchweren Leiden erlöſt! Hebe Dein Haupt muthig empor; Deine Bande ſind zerriſſen; Du wirſt wieder frei und fröhlich leben! Und iſt Dein Herz nach Liebe begierig, ſo werden ſich hundert Jungfrauen für glücklich ſchätzen, dem Sohne des Oberdechanten der Gilden von Gent ihre beſcheidene Liebe darzubieten. Du kannſt ſelbſt Deine Blicke zu Jungfrauen aus den edelſten Geſchlech⸗ tern erheben, Lieven!

Ganz niedergedrückt von dem Beſchluſſe ſeines Va⸗ ters, ſaß der Jüngling mit gebeugtem Haupte vor die⸗

7*