Jakob von Artevelde.
auch dort, und er iſt auch noch da, wenn Du nicht da biſt. Ghelnoot! immer Ghelnoot! Schändlicher Spott! Abſcheuliche Schlechtigkeit!“
Die Worte ſeines Vaters ſchienen bereits Einfluß auf Lieven zu üben. Er fühlte, wie ſein Herz raſcher klopfte und eine Art von Fieber in ſeinem Innerſten die
Eiferſucht zu heller Flamme anſchürte. Er bezwang je⸗
doch ſeine Heftigkeit und antwortete ärgerlich:
„Da Mher von Artevelde wegen ſeiner Reiſe durch Weſtflandern ſo lange abweſend bleiben muß, ſo iſt es doch wohl kein Wunder, daß Ghelnoot die Familie des Oberhauptmanns beſchützt. Iſt Mher van Lens ſeit ſei⸗ ner Kindheit nicht täglich in Artevelde's Hauſe? Und warum ſollte er jetzt ſein Betragen ändern? Weil eine geheime Macht, welche aus der Hölle zu ſtammen ſcheint, mich verfolgt und mir Leiden bereitet?“
Der Oberdechant ſchien durch die Worte ſeines Soh⸗ nes überraſcht und ſah ihm tief in die Augen. Er be⸗ ruhigte ſich jedoch gleich wieder und fuhr fort:
„Armer Lieven! Deine Großmuth blendet Dich; Du kämpfſt wie ein Verzweifelter gegen die wohlbekannte Wahrheit an, weil dieſe Wahrheit, wenn Du ſie end⸗ lich einſäheſt, Dir den ſchönſten Traum Deines Lebens rauben würde. Ach, mein Sohn! was nährſt Du Dich noch mit dieſem falſchen Scheine, der Dir endlich doch ſchwinden muß? Warum trauerſt Du? Warum wirſt Du bleich und mager? Warum fliehſt Du die Geſell⸗ ſchaft Deiner Freunde und Genoſſen? Geſchieht es, weil Du der redlichen Liebe der Jungfrau Veerle volles Zu⸗
trauen ſche glücklich f allein auf die Tochte Ghelnoot dann ſelbf würde die langer Sch Wahrheit gläubigkeit war nichts wen⸗Boſc⸗ Dich verſpe laufen aus Stunde ve raſcht man hängt? M ſie aus Sch blicke durch ſchreckt wo gegen Ghe nem Aerge nem Menſe licher Spot loſes Kind „Vate gen mein f vertraut; „Nun
Jakob von!


