em Sohne
wauf das, ein Sohn, 3 in mei⸗ ben kann. Schickſal dergeſchla⸗ Lange ge⸗ it, lange wäre von mein ein⸗ der offen⸗ daſſelbe, haft, dem auf der Schon dieſe hei⸗ Dich zu doch was abe, ließ nicht eine Schießen en Rath ſcheidung Veerle, den hielt rbergen, ch Deine
Jakob von Artevelde.
Abweſenheit, verhöhnten ſie Dich ſchamlos vor Deinen Genoſſen und Freunden, ſo daß Jeder ſich darüber är⸗ gerte und unwillig fragte, wie Du ſo lange einwilligen konnteſt, der Spielball dieſer hochmüthigen Menſchen zu ſein.“
Der erſchreckte Lieven hörte mit dem Ausdrucke zu⸗ rückgedrängter Wuth und bitteren Leidens auf ſeinem Antlitz zu. Er hatte ein Gefühl, als ob man ihn wie⸗ derum mitleidlos auf die Folter ſtrecken wolle, um ſein Herz aus hundert Wunden ſich verbluten zu laſſen.
Obwohl Vernunft und Pllichtgefühl ihn antrieben, auch nicht einen Gedanken des Argwohns oder des Man⸗ gels an Ehrerbietung in ſeinem Geiſte aufkommen zu laſſen, ſo zitterte er doch am ganzen Körper, und ein eis⸗ kalter Schauer überlief ihn ſchon bei dem Klange von ſeines Vaters Stimme. Seine Seele war vielleicht ge⸗ wöhnt, durch dieſen Klang zu leiden.
„Aber, Vater!“ bemerkte er ſeufzend,„Veerle hat mich geſtern eine ganze Stunde lang gebeten und gefleht, ich möchte mit ihr und ihrer Mutter zu dem Schießen gehen.“
„Und mit Ghelnoot! nicht wahr?“ ſetzte der Vater hohnlächelnd hinzu.„Sie wiſſen beſſer als Du, welches Gefühl Dein Herz zernagt, und ſtatt Deinen Aerger zu ehren und zu lindern, thun ſie, was in ihren Kräften ſteht, um Dir den Todesſtoß zu geben. Glücklicherweiſe bin ich noch da, um das Schickſal meines einzigen Kin⸗ des zu überwachen und daſſelbe, ſo lange es noch Zeit iſt, zu retten. Wenn Du bei Veerle biſt, iſt Ghelnoot


