94 Jakab von Artevelde.
dung folgendermaßen begann, nachdem er ſeinem Sohne befohlen hatte, ſich zu ihm zu ſetzen:
„Lieven, ich bitte Dich, höre aufmerkſam auf das, was ich Dir ſage! Wappne Dich mit Muth, mein Sohn, und entſetze Dich nicht, ſelbſt wenn auch etwas in mei⸗ nen Worten vorkommt, das Dein Herz betrüben kann. Glaube mir, mich ſchmerzt Dein unglückliches Schickſal und Leiden tief, bei dem Anblick Deiner Niedergeſchla⸗ genheit. Es muß ein Ende nehmen, Lieven! Lange ge⸗ nug habe ich Dein blindes Vertrauen geſchont, lange genug Dein heimliches Weh geehrt; aber es wäre von meiner Seite ein grobes Verbrechen, wenn ich mein ein⸗ ziges Kind auch noch einen Tag länger, unter der offen⸗ baren Verſpottung gebückt, dahinſchleichen und daſſelbe, ein ſchuldloſes Schlachtopfer der Scheinfreundſchaft, dem Grabe zuwandeln ließe, ohne es zurückzuhalten auf der Bahn der Erniedrigung und des Verderbens. Schon ſeit einem Monate hatte ich mir vorgenommen, dieſe hei⸗ lige Vaterpflicht zu erfüllen; aber die Furcht, Dich zu betrügen, hielt mich Tag für Tag zurück. Jedoch was ich heute im St. Jorishof geſehen und gehört habe, ließ mich unwiderruflich den Entſchluß faſſen, auch nicht eine Stunde länger zu warten, und ich verließ das Schießen in aller Eile, bloß um Dir meinen freundlichen Rath und im Nothfalle meine unwiderrufliche Entſcheidung mitzutheilen.— Lieven! im St. Jorishof war Veerle, und mit ihr Ghelnoot van Lens. Keins von Beiden hielt es diesmal noch für nöthig, die Flamme zu verbergen, die in ihren Herzen brennt. Sicher gemacht durch Deine
Abweſenhe Genoſſen gerte und konnteſt, zu ſein.“ Der e rückgedrän Antlitz zu derum mit Herz aus Obwo auch nicht gels an(. laſſen, ſo⸗ kalter Sch ſeines Vo wöhnt, d „Abe mich geſter ich möchte gehen.“ „Und hohnlächel Gefühl D ehren und ſteht, um bin ich no des zu üb i*ſt, zu ret


