Teil eines Werkes 
3 (1849)
Entstehung
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finden konnte, Vogen und der

Rauſchen nur iflung; ſobald ieder mit Ge⸗ eren Beſtreben uf dem Antlitz abildungskraft in Weſen ge⸗ verdammt ſei, Dieſe mächti⸗ ſchnelle Rau⸗ ndrein ſeines olternden Ge⸗ hon ſo lange des Waſſers imen, in ei⸗ n wenigſtens en gewährte. s Jünglings zild beſchenkt irtlichkeit ei⸗ n die Saiten Berührung,

Leben ver⸗ rrüſſel hatte daß ſich in

Jakob von Artevelde. 85

ihm ein Verdacht bildete gegen Alles, was ihm theuer war auf Erden. Seine geliebte Veerle, der Engel ſeiner Träume, erſchien ihm jetzt nur hinter einem Schleier, auf welchen die Ehrenſchändung ihr Gift mit großen Flecken geſpritzt hatte. Er beſuchte ſie noch, drückte noch biswei⸗ len ihre zitternden Hände in den ſeinen, aber etwas Fal⸗ ſches, das er in ihren Blicken zu entdecken wähnte, er⸗ füllte ſein Herz mit Eiskälte, und nur mit Furcht hörte er ihre ſchöne, verführeriſche Stimme reden, gleichſam als vermuthe er, ſie wolle ihn betrügen. Zu anderen Zeiten beſchuldigte er ſich ſelbſt der Schwäche und des bö⸗ ſen Argwohns; in ſolchen Stunden erſchien ihm der En⸗ gel wieder, wie er war, umgeben von dem ſtrahlenden Kranze jungfräulicher Reinheit und redlichſter Liebe. Dann ſtarrte er wieder ganz bewußtlos, je einen Schmerz empfunden zu haben, in den reinen Spiegel ihrer Augen, er fühlte, wie ſein Blut wieder wärmer und freier durch ſeine Adern ſtrömte, und dankte Gott für die Befreiung aus dem Abgrunde ſeiner heimlichen Leiden. Kaum hatte er jedoch von Neuem die Geliebte verlaſſen, ſo trat ihm auch ſchon die wachſame Verleumdung entgegen, riß von Neuem das Vertrauen aus ſeinem Herzen und erfüllte es wieder mit der Galle des Argwohns.

Nichts von Allem, was er früher geliebt hatte, ent⸗ ging den Schlägen einer verborgenen, aber mit hölliſcher Liſt berechneten Verleumdung. Sein Glaube an Arte⸗ velde's Edelmuth und Vaterlandsliebe ſchwankte, es gab Augenblicke, in welchen er ſich ſelbſt fragte, ob der weiſe Mann nicht wirklich ein eigennütziger Tyrann ſei; Ghel⸗