Teil eines Werkes 
3 (1849)
Entstehung
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80 Jakob von Artevelde.

ungeſtüm durcheinander und ſprachen ihren Aerger und Verdruß aus. Auf dem Antlitz der Vläminger zeigte ſich dagegen Hochmuth und Freude. Sie hatten ſich meiſt um Ghelnoot van Lens geſchaart, der vor Freude außer ſich war und mit thränenden Augen wiederholt ausrief:

„Das war nun das Geheimniß, Geſellen! Das war nun das Geheimniß des weiſen Mannes..... Und ſagen, daß Läſtermäuler ihn beſchuldigen dürfen. Gott! Gott! möge es ihm glücken! Es wird ein ſchö⸗ ner Tag für Flandern ſein!“

Eine halbe Stunde lang kam Niemand aus der Kapelle; allmählig kühlte der Eifer ab, welcher ſich der Umſtehenden zuerſt bemächtigt hatte. Die Vläminger begannen an dem Erfolg der Unterhandlung zu zwei⸗ feln und ihre Heiterkeit verminderte ſich ſichtlich, wäh⸗ rend dagegen der Muth der Ritter ſtieg. In Folge der langen Erwartung einer feierlichen Entſcheidung hatten die Geſpräche aufgehört und eine eigenthümliche Stille herrſchte vor der Kapelle. Da trat der Oberſchöffe, Maes van Vaernewyck, mit freudigem Antlitze aus der Ver⸗ ſammlung und rief ungefähr zehn Vläminger zu ſich auf die Seite, mit denen er eine Weile heimlich ſprach, wor⸗

auf ſie dann im raſchen Laufe nach dem Lager eilten. Maes van Vaernewyck gab nun Ghelnoot van Lens und fünf oder ſechs von deſſen Gefährten ein Zeichen, ihn zu begleiten, und ging dann wieder in die Kapelle.

Bald darauf hörte man aus dem vlämiſchen Lager ein Jauchzen aufſteigen, das ſich immer weiter ausbrei⸗

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tete und z Mauern d Endlick ſellen kame Ghelnoot; vor Freud⸗ folgten die Blicken. geſenktem auf den F rollten übe riſſen, die dertjährige Als d nahte, lief voraus un vielen Str nung als e Hier u rend Ghel flackernd in Arteve andern, au rufen, wel dieſelbe ent Freude dem Heere ward ganz Pergamen

Jakob von