Teil eines Werkes 
3 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

aller Bundesgenoſſenſchaft mit England betrachten und unmittelbar den Krieg gegen Frankreich fortſetzen wer⸗ den, uns auf das Recht unſerer Sache verlaſſend. Ihr Herren, Fürſten und Ritter! Sehet nun, was Ihr zu thun habt. Wir bringen Euch keine Herausforderung, noch wollen wir die Chrerbietung verletzen, die wir Euch ſchulden. Aber man ſoll uns rechtlich behandeln, oder die Waffen mögen es entſcheiden! Dort ſteht das vlämi⸗ ſche Heer, bereit und kampfluſtig. Es fehlt uns weder an Geld, noch an Vorräthen. Es iſt möglich, daß der Sieg ſich nicht für das gute Recht erklärt; aber, was auch das Schickſal entſcheiden möge, Ströme Blutes ſollen vergoſſen werden, Feuer und Vertilgung dieſe Grenzen verheeren! Denn wir Männer von Flandern haben beſchloſſen, eher bis auf den letzten Mann zu ſter⸗ ben, als unſere rechtmäßigen Forderungen aufzugeben... Ihr Herren und Könige! das vlämiſche Heer erwartet Eure Antwort.“

„Gott! Gott!“ rief die Aebtiſſin Johanna erſchreckt; „ſoll denn um ſolcher gemeinen Menſchen willen das Blut der edelſten Ritterſchaft der Welt vergoſſen werden?“

Artevelde hielt ſich ruhig und unbeweglich bei den beleidigenden Worten der Aebtiſſin und betrachtete den König von England mit einem durchdringenden Blicke. Dieſer Fürſt, welcher wahrſcheinlich Reue fühlte über das, was er gethan, ſuchte Philipp von Valois zu über⸗ reden, einen beſonderen Vertrag mit den Vlämingern zu ſchließen; aber der König von Frankreich, der ſich ſo zu ſeinem Schaden und zu ſeiner Schande in denſelben Fall⸗

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