Teil eines Werkes 
3 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 75

macht flatterten die Banner der Gilden und Zünfte als Fahnen vor jedem Chor von tauſend Mann, nebſt den vierhundert Fähnlein der Centeniere. In ziemlicher Ent⸗ fernung hinter der Schlachtordnung befand ſich Mugge⸗ lyn mit ſeinen Ribauden und den weißen Caproenen, als Führer der Pferde, welche vor den Wurfgeſchoſſen angeſpannt waren.

Nachdem er ſich durch einen raſchen Blick überzeugt hatte, man habe ſeine Befehle pünktlich ausgeführt, rief Artevelde ſeinem Trompeter zu:

„Schlachtordnung! vorwärts!“

Der Befehl wurde augenblicklich im ganzen Heere wiederholt; die Banner und Fähnlein bewegten ſich langſam vorwärts, bis der Oberhauptmann ſeinem Trompeter zurief:—

„Schlachtordnung! Halt!.... Ruhe!“

Offenbar hatte Artevelde einen beſonderen Grund, daß er das Heer ſo von ſeinen Zelten entfernte; vielleicht wollte er dadurch ſeine Krieger hindern, ihre Glieder unvermerkt zu verlaſſen. Wahrſcheinlicher jedoch hatte er wohl die Abſicht, das Heer in der Nähe der Kapelle von Eplechin aufzuſtellen; denn kaum erblickte er dieſe ſelbſt, als er auch ſchon Halt machen ließ und Ruhe ge⸗ bot: ein ſicheres Zeichen, daß man weiter keine Bewe⸗ gungen unternehmen ſollte.

Jetzt begab ſich der Oberhauptmann raſch zu den Schöffen, machte Jakob Maſch, der als ſein Statthalter bei dem Heere bleiben ſollte, noch einige Mittheilungen, rief Ghelnoot van Lens und fünf oder ſechs Dechanten