Teil eines Werkes 
3 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

Zu jenen Zeiten waren die Wege ſehr unſicher ge⸗ macht durch Landſtreicher und Räuber. Niemand konnte ohne große Gefahr eine Reiſe unternehmen, wenn er nicht eine ſtarke Begleitung mit ſich führte. Kein Wun⸗ der daher, daß einige Gattinnen und Töchter der Geſand⸗ ten dieſe Gelegenheit benutzt hatten, um in ihrer Geſell⸗ ſchaft einen Ausflug nach Brüſſel zu machen.

Die Nachricht, daß der berühmte Capitain von Gent im rothen Drachen herbergen würde, hatte eine große Menge Volks auf den Weg, den die Geſandtſchaft neh⸗ men mußto, gelockt. Jetzt liefen die neugierigen Brüſſeler neben den Wagen her und bemühten ſich, zu entdecken, wer von dieſen Männern wohl Artevelde ſein möchte. Nach ſeiner hochmüthigen Haltung würde man Calevoet, der auf der vorderſten Bank des erſten Wagens ſaß, leicht als das Haupt der Geſandtſchaft anſehen können; aber ſeine breiten platten Ohren und ſein dummes Aeu⸗ ßere ſagten dem Volke deutlich genug, daß hinter ſolchem zurückſtoßendem Antlitz kein großes Gehirn zu finden ſei.

An der Ecke des Canterſteens ſtand die Menge ſo dicht gedrängt, daß man beinahe nicht hindurch konnte, und nur mit Mühe erreichten die Wagen die Thür des rothen Drachen, wo die Wirthin die Umſtehenden als grobe und ungeſchliffene Leute ausſchalt, und drohte, ihnen einige Eimer Waſſer auf den Kopf gießen zu laſſen, wenn ſie nicht von ihrem Hauſe weggingen.

Die Geſandten ſtiegen eilig aus dem Wagen und ſchritten quer durch das Volk in die Herberge hinein. Als aber der dritte Wagen der Thür des rothen Drachen

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