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Jakob von Artevelde.
„Nun denn! Wer abwartet, der trägt den Sieg davon. Seine Angelegenheiten ſtehen nicht ſo gut, wie Ihr wähnt, und wir werden vielleicht ſchon binnen Kur⸗ zem ſeinen Fall ſehen.“
„Hofft Ihr das in der That?“
„Ob ich es hoffe? Ihr wißt doch, daß der König von Frankreich erklärt hat, er werde Flandern durch die Biſchöfe in den Bann thun laſſen, wenn es ſich mit Eng⸗ land gegen ihn verbündete. Das vorige Mal hat der Oberhauptmann den Blitz der Kirche abgewendet, in⸗ dem er allerlei Entſchuldigungen bei dem Papſte geltend machte. Diesmal wird es ihm nicht gelingen; man weiß in Frankreich gewiß, daß der Bann unter keinem Vor⸗ wande aufgehoben werden wird; dann kommt unſere Zeit, Freund van Steenbeeke. Wenn Niemand in Flan⸗ dern mehr in die Kirche gehen darf, Niemand mehr Meſſe leſen und Beichte hören wird, dann werden wir ſchon zu verſtehen geben, daß Artevelde die Schuld an dem Untergange ſo vieler Chriſtenſeelen hat; und folgt darauf Krieg, ſo werden wir dem Volke ſchon deutlich machen, wer die eigentliche Urſache der Brandſchatzun⸗ gen, Plünderungen und anderer unvermeidlicher Un⸗ glücksfälle ſei. Leidende und Unzufriedene ſchenken nur zu leicht Gehör; das Volk wird des Oberhauptmanns müde werden; je höher er geſtiegen iſt, deſto tiefer wird er fallen, und wir werden uns überzeugen, daß, ſo ge⸗ ring wir auch ſind, wir den Tyrannen endlich doch in den Sumpf der öffentlichen Verachtung geſtürzt und dort erſtickt haben.“


