6 Jakob von Artevelde.
ſchmecken mag. Wir danken Euch herzlich, Wirthin! Aber wie kommt Ihr zu dieſem Tranke?“
„Ach!“ antwortete die Wirthin,„mein Mann hat vor vier Jahren einen hübſchen Theil Pfennige vorge⸗ ſchoſſen, um des Herzogs Schulden bezahlen zu helfen, und man hat ihm dafür von dieſem Weine auf Abſchlag gegeben. Er iſt gut, meine Herren! Wenn man es nicht ſchmeckte, würde man es nicht glauben, daß ſich hinter Coudenberg auf Borgendal ſo edler Wein bauen läßt.“
Bei dieſen Worten verneigte ſie ſich und ging aus dem Gemach.
Sobald die beiden Gäſte allein waren, begannen ſie ſtillſchweigend zu frühſtücken. Es war ſichtlich, daß ernſte oder trübe Gedanken ſie zerſtreut machten; denn es ver⸗ floß eine geraume Zeit, ehe Einer von beiden Folgendes zu ſeinem Gefährten ſagte:
„Alſo glaubt Ihr, Mher Denys! daß ihm auch die⸗ ſes Unternehmen wieder glücken werde?“
„Ich zweifele durchaus nicht daran, Ser van Stein⸗ beeke!“ antwortete der Andere.
„Und die Geſandten von Brugge und Ypern? Hat er ſie auch ſchon verführt, daß ſie nicht ſehen wollen, wo er hinaus ſoll mit dieſer teufliſchen Neuigkeit?“
„Man möchte verzweifeln, Ser van Steenbeeke! Sie find rein verblendet über den herrſchſüchtigen Artevelde. Er hat ihnen ſchon wieder mit ſeinem loſen Geſchwätz den Kopf ſo angefüllt, daß ſie auf nichts hören und bös werden, wenn man ihnen das Rechte zeigen will. Sie ſcheinen ſelbſt mit Gleichgültigkeit, ich könnte faſt ſagen,
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mit V Gent ſeitden habe chen L. unſern Ser ve Zweck dern!“ 7/ Der L Ich we zu der Wund hätte zu den daß wi gewan Argliſt Sollten ſein?“ Be Wuth währen
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