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Jakob von Artevelde. 5
Das Maäͤdchen wies mit dem Finger nach Couden⸗ berg zu und ſagte:
„Seht, Ver Walgaerde! dort kommen unſere bei⸗ den Gäſte die Cantſchiede herunter.“
„So gehe raſch in die Speiſekammer und decke den Tiſch, Goedele!“ ſprach die Wirthin.„Unſere Gäſte werden frühſtücken wollen. Spute Dich!“
Während die Magd hineingegangen war, um den Befehl auszuführen, erwartete die Wirthin ihre Gäſte, empfing ſie mit lachendem Geſicht und freundlichen Wor⸗ ten und führte ſie in ein Nebengemach, wo der Imbiß, beſtehend aus kaltem Fleiſch, Eiern, Wein und Bier, bereits aufgetragen war. Nachdem ſie einen Blick auf den Tiſch geworfen hatte, um ſich zu verſichern, daß es dort an nichts fehle, ging ſte nach der Thür, mit dem gewöhnlichen Wunſche:„Wohl bekomme es Euch, meine Herren!“ und wollte das Gemach verlaſſen; plötzlich je⸗ doch, als ob ihr etwas einfalle, wandte ſie ſich wieder
zu den Gäſten und ſagte, auf einen Steinkrug zeigend:
„Mit Eurer Erlaubniß, meine Herren! Ich empfehle dieſen Wein Eurer beſonderen Aufmerkſamkeit. Als Fremde wird es Euch vielleicht angenehm ſein, ſagen zu können, daß Ihr Wein aus des Herzogs Weinberge getrunken habt.“
Die Gäſte wunderten ſich darüber, und Einer von ihnen ſagte:
„Das ſoll alſo Wein ſein von den Reben, die wir heute Morgen in der Warande ſahen? In der That, ich bin neugierig, zu wiſſen, wie der Brüſſeler Wein


