, den die üßen ſich vorſchlage, zu deſſen Willens af! wenn Euren ei⸗ Vaterlan⸗ Gedanken, zmen; alle Vertheidi⸗ n Kurzem den. Nun nen Rath. fleißigſten ölkerſchaf⸗ en Geſetze durchwan⸗ dem Bür⸗ tedet, Herr iſt wichtig, t über das
Flanderns hatte, trug g in Lud⸗ Haupt ſtolz dlem Feuer. ne Zuſtim⸗
Jakob von Artevelde. 121
mung oder eine Weigerung abforderte, fiel der Zauber⸗ ſchleier von ſeinen Augen und es breitete ſich plöͤtzlich ein eigenthümlicher Ausdruck der Muthloſigkeit oder der Ver⸗ zweiflung über ſein Geſicht. Er blieb lange Zeit in Ge⸗ danken verſunken und ſagte dann mit dumpfem Tone, wie Jemand, der zerſtreut iſt und mit ſich ſelbſt ſpricht:
„Es kann nicht ſein; es wäre ein Verbrechen, das der König blutig rächen würde; mein Eid bindet mich— und meine Grafſchaften Rethel und Nevers!— Und meine Gattin! Mich mit Bürgern gegen die Ritterſchaft verbinden? Vielleicht Schuld ſein an dem Untergange des ganzen Adels? Den Fluch von ganz Frankreich, von allem edlen Blute auf mich laden? Nein, nein! das kann nicht ſein!“
Sich dann emporrichtend, mit der deutlichen Ab⸗ ſicht, dieſe Unterredung zu enden, faßte er Artevelde bei der Hand und ſagte wohlwollend:
„Oberhauptmann! ich glaube an Eure Redlichkeit; habt Ihr auch allzu kühn geſprochen in Gegenwart Eu⸗ res Fürſten, ich verzeihe es Euch gern; aber was Ihr mir gerathen habt, muß ich verwerfen. Ich bin ein treuer Ritter und will es bleiben; der König von Frankreich i*ſt mein geſetzlicher Oberherr und hat meinen feierlichen Eid zum Pfande. Was auch mit mir geſchehe, ich werde in ſeinem Dienſte ſterben.— Ich hatte gehofft, Euren Bürgerſtolz beſiegen zu können durch freundliche Worte und durch das Verſprechen eines höheren Amtes. Ich begreife jetzt erſt, daß dies nutzlos war und daß Ihr unvermeidlich ganz anders als ein Ritter über die Dinge


