Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

und der Volksgröße, ſollte ein Fürſt herrſchen, den die Könige mit Achtung und Ehrfurcht zu begrüßen ſich gezwungen ſehen ſollten..... Was ich Euch vorſchlage, iſt kein Rieſenwerk, Herr Graf! Es bedarf zu deſſen Ausführung nur eines guten Theils männlichen Willens und fürſtlichen Muthes..... Ha! Herr Graf! wenn Gott Euch das große Vorhaben einflößte, ſo Euren ei⸗ genen Ruhm mit der Größe unſeres ſchönen Vaterlan⸗ des zu verbinden, dann würde ich meine Gedanken, mein Gut und mein Blut Eurem Dienſte widmen; alle Vläminger ſollten freudig ſterben zu Eurer Vertheidi⸗ gung und, ich ſchwöre es Euch, Ihr binnen Kurzem einer der mächtigſten Fürſten Europa's werden. Nun denn, gnädiger Herr! jetzt kennt Ihr meinen Rath. Wollt Ihr das leitende Haupt werden des fleißigſten und freieſten Stammes der abendländiſchen Völkerſchaf⸗ ten? Soll Flandern unter Eurem väterlichen Geſetze und Eurer Leitung dieſe glänzende Laufbahn durchwan⸗ deln? Oder ſoll es ſeine Erhebung allein in dem Bür⸗ germuthe ſeiner Bewohner ſuchen müſſen? Redet, Herr Graf! Das Urtheil, das Ihr fällen werdet, iſt wichtig, und wird über Flanderns Schickſal, vielleicht über das Eure entſcheiden.

Während Artevelde dieſes Gemälde von Flanderns möglicher Größe in raſchen Zügen entworfen hatte, trug ſich plötzlich eine eigenthümliche Veränderung in Lud⸗ wigs Haltung und Antlitz zu. Er hatte das Haupt ſtolz emporgehoben und ſeine Augen funkelten von edlem Feuer.

Aber als ihm Artevelde nun ſo unerwartet eine Zuſtim⸗

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