116 Jakob von Artevelde.
tigen und treuen franzöſiſchen Vaſallen vermählen, und Flandern gehörte mit vollem Rechte der Krone Frank⸗ reich, da es dann durch Erbſchaft einer Tochter der fran⸗ zöſiſchen Könige anheimfiele und durch Heirath unter die Herrſchaft eines franzöſiſchen Fürſten geſtellt würde. Auf dieſe Weiſe, gnädiger Herr! ſtürbe der letzte Tropfen vlämiſchen gräflichen Blutes mit Euch aus; Euer Grab würde den letzten Zweig unſerer alten Fürſten in ſich aufnehmen und wir Kraft eines ſogenannten geſetzlichen Rechtes auf ewige Zeiten fremder Zwingherrſchaft an⸗ heimfallen.“
„Abſcheulich!“ rief der Graf;„es iſt nicht möglich! Ihr umgaukelt meine Sinne!“
„Es iſt abſcheulich und wahr!“ wiederholte Arte— velde.„Enguerrand de Marigny iſt der Rathgeber, der dieſen hölliſchen Plan ausgeſonnen hat. Wenn mein gnädiger Herr ſich erinnern will, wie genau meine Worte zuſammenpaſſen mit demjenigen, was er ſelbſt weiß, ſo wird er gewiß ſich nicht weigern, zu glauben, daß ich nicht ohne Grund ſo rede.— Und was wird nun das Ende von dem Allem ſein, wenn es Frankreich glückt?— Ihr hofft, Herr Graf, daß Eure Kinder nach Eurem Tode über uns herrſchen werden? Das Gegentheil hofft der franzöſiſche Hof. Flandern muß nach ſeinem ſchnö⸗ den Plane durch Heirath oder Tod einem anderen mäch⸗ tigen franzöſiſchen Vaſallen anheimfallen. Man ſtreitet ſich bereits insgeheim, wer es ſein ſoll.... Wahr⸗ ſcheinlich der Herzog von Burgund.“
Artevelde ſchwieg, um zu ſehen, welchen Eindruck
ſeine 2 aber L tert du den Re
2 7△
reich h haſſen! franzöſt um der zöſiſche heit geg rum wu Geſchieh Macht veranlaf der Lehe haſſen, welche ſe len, um ben, nie nach dem um die in ewiger mich, gu ihre Fürf dert Jahr reichs, d rauben, ſern Gey


