h überall in nd iſt Flan⸗ ldig für den immer ver⸗ eurigen Haß, lbe hegt und blich zu ſein
r verlangt?“ unken.
s Wichtigſte, f fort.„Er⸗ landern durch 8n Freiheiten ſind und hier ngeführt ha⸗ lllein gebietet — Freihei⸗ en Unterthan nn ein Fürſt ite. Ein ſol⸗ t und ruft zu Zorn ſichtbar id dem Blut⸗ heimzuſuchen. dort wenig⸗ ees dem ge⸗ geziemt; dort ch einem Rit⸗
Jakob von Artevelde. 105
ter gleich zu wähnen; es iſt das Land der Höflihkeit, der glänzenden Waffenthaten und der ſchönen Minne⸗ lieder. In dem Gehorſam gegen den König und Lan⸗ desherrn findet das Volk dort ſeinen Frieden und ſein Glück. Hier im Gegentheil iſt jeder Bürger ein Feind des Fürſten, und man möchte ſagen, daß jeder Vlämin⸗ ger die Widerſetzlichkeit mit der Muttermilch eingeſogen habe. In dieſem Zuſtande verächtlichen Bürgerhochmu⸗ thes kann Flandern nicht länger beharren; des Fürſten Anſehen muß wieder hergeſtellt werden, dadurch, daß ſolche Gemeinderechte, welche ſowohl der Wohlfahrt des Landes, als der Obrigkeit des geſetzlichen Herrn Abbruch thun, theils beſchränkt, theils abgeſchafft werden.— Ihr, Oberhauptmann, könnt viel dazu beitragen, dieſes nütz⸗ liche Ziel zu erreichen; Euer Einfluß iſt groß; das Volk liebt Euch und wird in Folge Eures Rathes leicht ein⸗ ſehen, was billig und recht iſt, und ſollte es Euch an⸗ fangs an der nöthigen Macht fehlen, ſo würde meine Hülfe und der Beiſtand des Königs von Frankreich Euch ſtark genug machen, um die Widerſpenſtigen in Reſpect zu erhalten.— Bedenkt doch nur, wie viel ſchöner und edler Eure Sendung alsdann ſein wird, da ſie in der ganzen weiten Welt Euch die Gunſt und Achtung vor Königen und Rittern erwerben muß.“
Artevelde ſaß noch fortwährend mit geſenktem Haupte vor dem Grafen und hielt ſein Geſicht abgewendet, um den Ausdruck des Unwillens zu verbergen, welcher, ohne daß er es wollte, auf ſeinem Antlitz zu leſen war. Selbſt als der Fürſt ſchwieg, blieb er in derſelben Haltung ſitzen,


