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Jakob von Artevelde.
Valois nicht Krieg erklären kann, ohne ſich überall in Europa nach Bundesgenoſſen umzuſehen; und iſt Flan⸗ dern nicht Frankreich ewige Dankbarkeit ſchuldig für den Schutz, welchen dieſes mächtige Land ihm immer ver⸗ liehen hat? Verdient Frankreich wohl den feurigen Haß, den Flandern ſo unrechtmäßig gegen daſſelbe hegt und der in Eurem Hauſe, Oberhauptmann, erblich zu ſein ſcheint?“
„Und iſt dies Alles, was man von mir verlangt?“ fragte Artevelde, in tiefes Nachdenken verſunken.
„Dies iſt für den Augenblick wohl das Wichtigſte, doch iſt es noch nicht Alles,“ fuhr der Graf fort.„Er⸗ kennt mit mir an, Oberhauptmann, daß Flandern durch Aufruhr und Gewalt ſich in den Beſitz von Freiheiten geſetzt hat, die ſchädlich für ſein Gedeihen ſind und hier zu Lande die misbräuchliche Einrichtung eingeführt ha⸗ ben, daß die unedle und dumme Menge allein gebietet zur Erniedrigung alles ritterlichen Blutes;— Freihei⸗ ten, die hier einen Fürſten zum demüthigen Unterthan ſeiner Unterthanen machen würden, wenn ein Fürſt ein ſo ſchändliches Joch ſich auferlegen könnte. Ein ſol⸗ cher Zuſtand iſt gegen alles natürliche Recht und ruft zu Gott um Rache, zu Gott, welcher ſeinen Zorn ſichtbar genug zeigt in der Unruhe, dem Aufruhr und dem Blut⸗ vergießen, die nicht aufhören, Flandern heimzuſuchen. Seht, wie es in dem ſchönen Frankreich iſt; dort wenig⸗ ſtens iſt der Fürſt Herr und Gebieter, wie es dem ge⸗ ſetzlichen Regenten eines ſolchen Reiches geziemt; dort darf es ein unedler Bürger nicht wagen, ſich einem Rit⸗
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