Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 97

er auf dem Fiſchmarkte zurückgelaſſen, um ſich ſeinem Fürſten nur zu nähern, wie es ſich für einen Unterthan geziemte. Groß war jedoch ſeine Verwunderung, ja ſelbſt ſeine Betrübniß, als er auf dem Veerleplatze all dieſes jauchzende Volk auf ihn zuſtrömen ſah, und aus den Worten und Ausrufungen der Menge merkte, daß ſie ſich dort verſammelt habe, weil ſie der Rechtlichkeit des Grafen mistraue. Er blieb einen Augenblick ſtehen und ſagte zu dem Volke, welches ehrfurchtsvoll und ſtill zuhorchte, ſobald es merkte, daß er reden wolle:

KLieben Freunde! Was giebt es denn, das Euch wie⸗ der ſo aufregt? Warum verſammelt Ihr Euch ſo unehr⸗ erbietig vor dem Grafenhofe? Das iſt nicht recht gehan⸗ delt von Euch!

Ein Schmied, der mit nackten Armen und den Ham⸗ mer in der Fauſt vor ihm ſtand, antwortete darauf mit rauhen Worten:

Recht gehandelt oder nicht! Wenn unſer Oberhaupt⸗ mann nicht binnen zwei Stunden aus der Höhle der Le⸗ ligerds und Franzoſen zurück iſt, ſo machen wir das ſtei⸗ nerne Neſt dem Erdboden gleich, mit Allem, was darin ſein mag! Es währt ſchon lange genug, Mher Jakob, und wenn ſie Euch auch einmal wirklich an den Leib

könnten, wie ſie es mochten, ſie ſollen es doch nicht ſein, die dem Könige von Frankreich die frohe Mähr von Jakob's Tode bringen.

Ihr beleidigt unſeren edlen Fürſten mit Unrecht durch dieſes Mistrauen, Geſellen! antwortete Arte⸗

velde.Dürfen wir unſeren Grafen verantwortlich ma⸗ Jakob von Artevelde. II. 7