Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ö

96 Jakob von Artevelde.

Lieven Comyne, noch bebend vor Wuth, ſah dem Oberdechanten nach, bis dieſer verſchwunden war. Dann ſich wieder zu dem erſchreckten Weber wendend, rief er aus:

Jetzt kommen wir Beide dran! Wißt Ihr, was man mit einer Schlange thut, welche Gift auf ihre Wohl⸗ thäter ſpeit? Man dreht ihr den Hals um und zer⸗

tiitt ſie!

Bei dieſen Worten faßte er in der That den Weber mit beiden Händen am Halſe, wie mit einer Kneipzange, warf ihn halb erwürgt zu Boden und gab ihm noch ei⸗ nen Tritt in die Seite. Er ließ ihn jedoch wieder auf⸗ ſtehen und verſpottete lachend die Reden, welche dieſer zu ſeiner Vertheidigung vorbrachte.

Geht! ſprach Lieven Comyne verächtlich,Eure Feigheit bezeugt, daß Ihr ein Elender ſeid.

Wollen wir den Schelm in der Lieve ertränken? fragten die Umſtehenden, die der That des Blaufärbers Beifall zujauchzten.

Sie hatten den Weber bereits angepackt und zogen ihn mit Gewalt nach dem Rande der Lieve fort, um ihn ohne Gnade hineinzuwerfen; aber jetzt ſtieg von der Gra⸗ fenbrücke aus der Ruf:Heil! Heil dem Oberhaupt⸗ mann! in die Luft, und jeder begab ſich nach jener Seite des Platzes, ohne ſich um den Weber weiter zu bekümmern.

Jakob von Artevelde kam allein durch das Volk hergeſchritten.

Seine Wache, von acht und zwanzig Mann, hatte

er auf der Fürſten mn geziemte. ſelbſt ſeine dieſes jauc den Worte ſie ſich dor des Grafen und ſagte z zuhorchte, ſ Lieben der ſo aufre erbietig vor delt von Er Ein Sch mer in der; rauhen Wor Recht; mann nicht! ligerds und; nerne Neſt d ſein mag! und wenn ſt könnten, wie die dem Köt Jakob's Tode Ihr bel durch dieſes velde.Dürf

Jakob von Arte