s geht nun Bravenſteen, Belagerung bittern; ſo eine große emeine von hätte man Zwiſt al⸗ dem Wege Frankreich de Veran⸗ 3 der Graf, al Luſt be⸗ 7 gekommen Kreis, als en. en von Je⸗ 2 flüſterte er Mauern trinkt, als bei einem ich um den ücklich von Flandern
wie Lein⸗ herbei und
Jakob von Artevelde. 95
„Macht, daß Ihr fortkommt, oder ich zertrete Euch unter meinen Füßen, Ihr niederträchtiger Verleumder!“
Seine brennenden Blicke auch auf die Uebrigen wer⸗ fend, fuhr er außer ſich vor Wuth fort:
„Wißt Ihr, was Ihr alle zuſammen ſeid, die Ihr ſo ſchändlich den Oberhauptmann begeifert? Feige Hun⸗ de, welche die Sonne anbellen, weil ihr Licht ſie blendet! Ohnmächtiges Ungeziefer, das ſich an den Leib eines Rieſen hängt, in der Hoffnung, ihn durch tauſend gif⸗ tige Biſſe zu tödten! Ihr habt alſo ſchon ganz vergeſſen, wer Flandern vor Hungersnoth und Unterdrückung ret⸗ tete, wer das Gold durch die Straßen von Gent ſtrömen ließ, wer unſerem erniedrigten Vaterlande Freiheit und Anſehen gab? Der Held, der Befreier iſt ein Herrſch⸗ ſüchtiger, ein Tyrann, ein Trunkenbold, nicht wahr? Weil ſeine Größe Euch erdrückt, beſchmuzt Ihr ſeinen Namen; weil Ihr weder ſein Haupt noch ſein Herz er⸗ reichen könnt, nagt Ihr, wie neidiſches Gewürm, an ſei⸗ nen Füßen. Undankbare Natterbrut, die Ihr ſeid!— Mögen auch Dechanten dabei ſtehen, es iſt Lieven Co⸗ myne, der das ſagt.“
Der Oberdechant ward ganz verlegen über dieſen Ausfall, und wußte nicht, was er darauf antworten ſollte, da er es nicht für räthlich hielt, ſeine ſcheinheiligen Läſterungen öffentlich zu bekennen. Er murmelte einige Worte, aus denen man nur entnehmen konnte, daß er ſich mit einem ſolchen verrückten Menſchen nicht in einen Streit einlaſſen wolle, wandte ſich um und verließ den Platz längs der Hoofbrücke.


