Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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94 Jakob von Artevelde.

Und jetzt, ſprach Denys weiter,was geht nun jetzt wieder vor? Ihr ſteht hier vor dem Gravenſteen, dem Fürſten mit einem Auflauf oder einer Belagerung zu drohen? Das muß ihn ſtark gegen uns erbittern; ſo lautete doch der Friede nicht. Daraus kann eine große Uneinigkeit zwiſchen dem Fürſten und der Gemeine von Gent ſich entwickeln. Sieht es nicht aus, als hätte man Recht, zu ſagen, Mher Artevelde habe dieſen Zwiſt al⸗ lein angefacht, in der Abſicht, den Grafen aus dem Wege zu ſchaffen und ihn zu zwingen, wieder nach Frankreich zu fliehen? Und wenn Ihr ſo Mher Artevelde Veran⸗ laſſung gebt, zu wähnen, daß er mehr ſei, als der Graf, wer könnte ſich dann wundern, wenn er einmal Luſt be⸗ käme, ſelbſt Graf von Flandern zu werden?

Der Weber, der mit dem Oberdechanten gekommen war, ſteckte nun ſeinen Kopf mitten in den Kreis, als wolle er Jeden zur Verſchwiegenheit ermahnen.

Wißt Ihr, was ich habe erzählen hören von Je⸗ manden, der behauptet, dabei geweſen zu ſein? flüſterte er.Es ſcheint, daß Mher Jakob zwiſchen vier Mauern ein ſehr fröhlicher Mann iſt und mehr Wein trinkt, als er vertragen kann. So ſoll er auch kürzlich bei einem Bürger es ſo weit getrieben haben, daß er ſich um den Verſtand getrunken, und dabei ſoll auch ausdrücklich von ihm erklärt worden ſein, er wolle Graf von Flandern werden und uns Alle....

Zitternd, wie ein Schilfrohr, und weiß, wie Lein⸗

wand vor Zorn, ſprang nun der Blaufärber herbei und

rief dem Weber zu:

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