nit größeren Theil aus uldig zu ſein e ausdrück⸗ igen wollte. und mur⸗ zu: iſt denn der ein Leliaerd ahrlich nicht
an,„Ihr durch dieſes dauptmanne bei Sanct lde, daß er nder gräf⸗ ) unter der e es nicht; den Fürſten nit der Graf r uns ſpie⸗
nger Blau⸗ Worte des m Geſichte, doch unter⸗ zer Neugier
Jakob von Artevelde. 93
„Deshalb, Geſellen!“ fuhr Denys fort,„werdet Ihr mit allen dieſen Beweiſen eurer Neigung unſern Ober⸗ hauptmann ſo verwöhnen, daß er das Volk am Ende höchſt geringſchätzt. Man ſagt ſchon, daß er die Bürger⸗ ſchaft verläßt und ſeine Tochter einem franzöſiſchen Rit⸗ ter zur Gattin angeboten habe. Es iſt wahrſcheinlich nur ein Gerücht; aber achtet doch darauf, daß Mher Jakob Könige und Grafen als ſeines Gleichen behandelt und ſich nichts Geringeres wähnt, als ob er eine Krone auf ſeinem Haupte trüge. Das iſt auch für Mher Artevelde ſelbſt gefährlich, und ſollen wir einmal geleitet oder un⸗ terdrückt werden, ſo iſt es doch beſſer, daß dies durch unſern geſetzlichen Fürſten geſchieht, als durch Jemanden, den wir zu dem gemacht haben, was er iſt, bloß um uns einen hochmüthigen Tyrannen auf den Nacken zu ſetzen.“
„Das iſt wahr,“ fiel ihm ein Weber in die Rede; „zum Beiſpiel, wer giebt dem Oberhauptmanne von Gent das Recht, ganz Flandern Befehle zu ertheilen, als wäre er der Graf ſelbſt, und die Gemeinen zu be⸗ waffnen? Wer giebt ihm das Recht, geheime Beziehun⸗ gen mit dem Herzoge von Brabant und dem Grafen von Hennegau zu unterhalten, ohne die Obrigkeit von Gent darum zu befragen? Wer gab ihm endlich das Recht, den guten König von England zu Sluis ſo barſch
zu behandeln und ihn durch ſeinen Trotz vielleicht für immer zum Feinde Flanderns zu machen?“
Als er dieſe Worte hörte, erblaßte der junge Blau⸗ färber, und ein flammender Blick ſchoß aus ſeinen Au⸗ gen; dennoch aber beugte er das Haupt und ſagte nichts.


