Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 91

Abſicht ausführen zu können, thaten ſie, als zögen ſie nur vorbei, entfernten ſich indeſſen nicht weit von dem Veerleplatz, auf den das Thor des Steens hinausging. Innerhalb der Feſtung mußte man nicht ohne Argwohn ſein; denn man hatte das Fallgatter vor dem Thore nie⸗ dergelaſſen und die Wachen auf den Mauern verdoppelt.

In dem Winkel des Platzes, gegen Wenemgers neue Kirche zu, ſtritt man ſich beſonders lebhaft über die Ur⸗ ſache, welche die Genter Bürger nach dieſer Seite der Stadt gelockt hatte.

Ja! rief ein Fleiſchergeſelle,Ihr mögt ſagen, was Ihr wollt, aber laß ſie nur Mher Jakob ein einzi⸗ ges Haar auf ſeinem Haupte krümmen, und Ihr findet morgen in der Alten⸗Burg nicht zwei Steine mehr auf einander.

Wir wollen die franzöſiſchen Herren lehren in der Lieve ſchwimmen! murrte ein Anderer.

Aber, antwortete mit erheuchelter Kälte der Ober⸗ dechant Denys, der ſich bei dem Haufen befand,ich möchte doch wiſſen, Geſellen, wer Euch das nur wieder in den Kopf geſetzt hat! Unſer gnädiger Fürſt hat Mher Artevelde zu ſich entboten; das iſt ja ein Beweis der Verehrung und der Neigung, und Ihr ſteht hier und droht und flucht, als ob unſer Graf der Mann wäre, einen ſeiner Unterthanen betrügeriſch in eine Falle zu locken und ihn dann vor ſeinen Augen ermorden zu laſſen! Wer von Euch wagt zu ſagen, daß er das in der That denkt?

Niemand antwortete auf dieſe Frage, wie ſich das