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Jakob von Artevelde.
noſſen vor ſeiner Thür ſtanden, um ihn überallhin zu begleiten. Weder Rathſchläge noch Bitten konnten dieſe Leute davon abbringen; ſie hatten geſchworen, den Ober⸗ hauptmann zu bewachen, und würden Jeden, der ihm etwas Böſes hätte zufügen wollen, augenblicklich ver⸗ nichtet haben.
Obwohl Ludwig von Nevers nur als ein unterthä⸗ niger Diener Frankreichs betrachtet werden kann, ſo läßt ſich doch nicht annehmen, daß er an den Mordplänen ir⸗ gend Antheil gehabt habe. Wahrſcheinlich war dies nur das Werk ſeiner franzöſiſchen Höflinge, oder der Send⸗ linge Philipp's, oder auch derer, die Artevelde’s Größe beneideten, vielleicht auch aller dieſer Feinde zuſammen. Nichts deſtoweniger wuchs im Herzen der Bürger ein tiefes Mistrauen gegen den Grafen, welchem man, we⸗ gen ſeiner bekannten Anhänglichkeit an Frankreich und an die Politik dieſes Reiches, die Verantwortlichkeit die⸗
ſer Anſchläge zum größten Theile zuſchob.
Wie dem auch ſei, die Haltung der Genter Bürger⸗ ſchaft und die Maßregeln, welche Artevelde ſelbſt traf, ließen Frankreich nicht die mindeſte Hoffnung, ſich auf eine ſo ſchändliche Weiſe von dem Oberhauptmanne be⸗ freien zu können.
Auf Philipps von Valois Verlangen, der nicht mehr wußte, wie er der Forderung der Gemeinen ausweichen ſolle, beſchloß Graf Ludwig, ſeine Zuflucht zu ſanfteren Mitteln zu nehmen. Um dies auszuführen, ließ er an einem beſtimmten Tage den Oberhauptmann von Gent heimlich erſuchen, zu ihm nach dem Gravenſteen zu kommen.
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