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Jakob von Arteveldt. 83
Seine franzöſiſchen Höflinge gaben ſich dagegen alle Mühe, ihn für den König zu gewinnen, und da ſie, die Einrichtungen des Landes nicht kennend, Artevelde alle Schuld beimaßen, ſo ſtrengten ſie alle ihre Kräfte an, ihn bei der Obrigkeit und dem Volke verdächtig zu machen, um ſeinen Einfluß zu vernichten oder zu vermindern.
Dies gab plötzlich ſeinen Feinden neuen Muth, und Läſterung und Ehrenſchändung, unter der Leitung heim⸗ licher Aufhetzer, begannen jetzt das Haupt zu erheben. Die widerſprechendſten Gerüchte wurden nun täglich ge⸗ gen ihn in Umlauf gebracht. Bald hatte er heimlich mit dem Könige von Frankreich unterhandelt; dann wieder ſich von dem Koͤnige von England beſtechen laſſen; end⸗ lich ſollte er die Abſicht haben, den rechtmäßigen Fürſten vom Throne zu ſtoßen, um den letzteren ſelbſt zu beſtei⸗ gen; ſein häusliches Leben ward auf das Schändlichſte dargeſtellt, ſeine Verwandten und Freunde um ſeinet— willen eben ſo abſcheulich verleumdet, und man ging ſo⸗ gar ſo weit, daß man ihn der verächtlichſten Laſter, ja ſelbſt der lächerlichſten Fehler bezüchtigte.
So begannen zu den Füßen des großen Mannes der feigſte Neid und die gemeinſte Misgunſt den Boden aufzuwühlen. Ohne indeſſen die Angriffe der Eiferſucht und der Erbärmlichkeit nur eines Blickes zu würdigen, ließ er ſeine Neider im Schmutze ihrer Ohnmacht fort⸗
wühlen und bekümmerte ſich nur um die Mittel, Flan⸗
derns Gedeihen und Größe zu befördern.
Mittlerweile war König Eduard nach Deutſchland gereiſt, wo er eine große Anzahl von Bundesgenoſſen 6*


