Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

82 Jakob von Artevelde.

ein Rath, ein Wort von ihm ſelten anders betrachtet wurde, denn als ein Urtheil, worauf wenig oder gar nichts zu antworten war. Dieſe Unterordnung unter den gro⸗ ßen Bürger entſproß jedoch nicht aus dem Mangel an Gewandtheit derjenigen, welche als Geſetzgeber über die Angelegenheiten der Gemeine zu entſcheiden hatten; im Gegentheil, noch nie hatte Gent eine Schöffenverſamm⸗ lung geſehen, in welcher ſo viele ausgezeichnete Männer und erfahrene Politiker ſaßen. Dies erkannten auch die Fürſten, welche mit der Stadt Gent wie mit einem mächtigen Reiche über die wichtigſten Intereſſen zu ver⸗ handeln hatten, bei jeder Gelegenheit an.

Der große Einfluß Artevelde's und ganz beſonders die vollſtändige Unabhängigkeit der Genter Gemeine ſchienen dem Grafen auf das Höchſte zu misfallen, nicht deswegen, daß er perſönlich nach Oberherrſchaft geſtrebt hätte, ſondern weil der König von Frankreich, als deſſen Lehensmann und Unterthan er ſich betrachtete, ihm täg⸗ lich Ritter zuſandte, um ihn zu allerlei zu veranlaſſen, dem ſich Gent ſtets auf das Entſchiedenſte widerſetzte. Der Graf, in ritterlichen Anſichten aufgewachſen, konnte es nicht ertragen, daß ſein Anſehen in Flandern ſo be⸗ ſchränkt ward. Mehr als einmal hatte Philipp von Va⸗ lois ihm gerathen und ihn gebeten, die Gemeine durch eiſt für ſeine Pläne zu gewinnen, das heißt mit anderen Worten, ſie zu betrügen; aber der Graf war im Grunde ſeines Herzens ein rechtlicher Mann und konnte ſich da⸗ mals nicht dazu entſchließen, obwohl ihn der Hochmuth der Bürger von Gent auf das Tiefſte kränkte und verletzte.

Se Mühe, Einrich Schuld bei der um ſein

Die Läſterun licher A Die wid gen ihn dem Kö⸗ ſich von

lich ſollt vom Th. gen; ſeis dargeſtel willen el gar ſon ſelbſt der So der feigſt aufzuwül und der ließ er ſe

wühlen u

derns Ge Mittl gereiſt, p