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von ſechzigtauſend Kriegern. Zugleich veranlaßte Arte⸗ velde, daß die Stadt Gent von Neuem als Mittelpunkt der vaterländiſchen Bewegung und als Wahrerin des gemeinen Rechtes anerkannt wurde.
Kaum hatte der weiſe Mann dieſe wichtige Sendung ausgeführt, als ein Bote die Nachricht nach Gent brachte, daß König Eduard von England mit einer anſehnlichen Flotte vor Sluis erſchienen ſei, und ſich anſchicke, an der vlämiſchen Küſte zu landen. Dieſe Nachricht brachte den Grafen in große Verlegenheit; zwar glaubte er nicht, daß Eduard mit Flandern Krieg führen wolle; denn man wußte wohl, daß die Engländer nur den Durchzug verlangten, um das franzöſiſche Heer im walloniſchen Flandern anzufallen; aber, ein Freund Frankreichs, und ein heftiger Feind der Engländer, zitterte er vor Wuth und Betrübniß bei dem Gedanken, daß Flandern, den Friedensbedingungen zuwider, dem Feinde geſtatten wür⸗ de, ſeinen Boden zu betreten, um Philipp von Valois dadurch zu ſchaden. Er hatte um ſo mehr Urſache, dies zu fürchten, als ſich in Gent ſelbſt eine ſtarke engliſch geſinnte Partei befand und über die Ankunft des Königs jubelte. Selbſt im Rathe der Schöffen befanden ſich Mit⸗ glieder, die den Wunſch äußerten, Eduard ungehindert durch Flandern ziehen zu laſſen, und wie gewöhnlich, verſäumten Artevelde's Feinde dieſe Gelegenheit nicht, ihm Verdruß zu bereiten. Sie wußten, wie viel ihm daran lag, daß Flandern eine unerſchuͤtterliche Neutra⸗ lität behaupte, und bemühten ſich daher, den Rath zu überreden, den Durchzug zu geſtatten. Der Oberhaupt⸗
Jakob von Artevelde.
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