Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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78 Jakob von Artevelde.

griffen wohl, daß ihre feigen Anſchläge ihnen für's erſte in Gent nicht glücken würden; eine einzige Hoffnung blieb ihnen übrig, die Ausführung ſeiner großen Pläne zu hindern und vielleicht noch alle Früchte ſeines Sieges zu vernichten; ſie wußten nämlich, daß einige Städte von Weſtflandern auf den Grafen erbittert waren, ſowohl wegen des Friedens ſelbſt, als wegen der Aufrechthal⸗ tung gewiſſer Vorrechte, die er aus den böſen Frei⸗ heiten(kwade vryheden) für ſich behalten hatte. Die⸗ ſes Mißvergnügen benutzend, ſandten ſie Leute aus, um das Volk der Städte von Weſtflandern zum Widerſtande zu reizen, und verbreiteten dabei allerlei ſchändliche Ge⸗ rüchte über die angebliche Falſchheit und die meineidigen Abſichten des Grafen. Zu gleicher Zeit verſäumten ſie nicht, durch heimliche Mittel den Fürſten glauben zu machen, Artevelde ſei an Allem Schuld, ſo daß ſie mit dieſer doppelten Waffe ſicher wähnten ihr Ziel zu errei⸗ chen und dem Einfluſſe des weiſen Mannes merklichen Abbruch zu thun.

Wirklich erfuhr man auch bald darauf, daß viele Städte Weſtflanderns es verweigerten, ſich mit dem Grafen zu verſöhnen und den Frieden anzunehmen. In einigen Gemeinen war ſogar die Widerſetzlichkeit ſo hoch geſtiegen, daß man einen verderblichen Bürgerkrieg zu fürchten begann, um ſo mehr, als ein Theil von Weſtflandern drohte, ſich auf Gent zu werfen.

Artevelde täuſchte ſich nicht über die echte Quelle, aus der dieſes Uebel entſprang; er ſah deutlich, daß die Feinde ſeiner Politik ſich der Sendlinge des Königs von

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