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Jakob von Artevelde. 57
Voran und am Nächſten nach der Feſtung zu ſtand das zahlreiche Corps der Walkmüller, von denen Jeder ſo viel Reisholz trug, als es ſeine Kraft erlaubte. Das große Banner ihrer Gilde, zwei gekrönte goldene Karden auf rothem Felde, erhob ſich mitten aus ihren Schaaren. Dieſe Geſellen hatten ihre Gutentags bei den Zelten ſte⸗ hen laſſen, und mußten, nachdem ſie die Büſche in den Graben geworfen hatten, zurücklaufen, um ihre Waffen zu holen, und von der Seite wieder zum Sturme kom⸗ men. Hinter ihnen befanden ſich die Strohdecker, Zie⸗ geldecker und Zimmerleute mit Leitern, Sturmhaken, Stricken und Allem, was weiter nöthig war, um die Erſteigung auszuführen. Dieſen folgten die übrigen Gilden und Zünfte, in geſchloſſenen Gliedern aufgeſtellt und nicht durch Sturmwerkzeug gehindert: die ſchöne Gilde von Sanct Sebaſtian mit ihren langen Schwer⸗ tern, die Metzger mit ihren glänzenden Beilen, die Fiſch⸗ händler mit ihren geſtreiften Kollern und langen Lan⸗ zen, die Bäcker, ganz in Weiß gekleidet und den ſchweren
Gutentag kraftvoll führend, die Brauer, ebenſo bewaff⸗ net, aber mit halb weißen, halb rothen Kollern, und ſo ferner in der Tiefe des Lagers der größte Theil der klei⸗ nen Zünfte von Gent.
Die Ausrüſtung aller Geſellen ohne Unterſchied war ziemlich dieſelbe. Sie trugen ein P
anzerhemd, aus eiſer⸗ nen Ringen gebildet, die mit
Riemchen auf ein ledernes
Kleid genäht waren, und darüber ein Koller von Tuch, welches bei jeder Gilde in Farbe und Schnitt anders war. Ihr Kopf war gegen die
Schwerter der Reiterei durch


