Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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58 Jakob von Artevelde.

einen eiſernen Sturmhut geſchützt, ſowie ihr rechter Ellen⸗ bogen durch einen kleinen runden oder dreieckigen Schild, auf welchem zwei kleinere Schilde mit den Farben von Flandern und von Gent glänzten.

Ueber dieſer dicht zuſammengedrängten Heeresmacht flatterten die zahlreichen Standarten der Gilden von Gent, und noch mannichfaltiger waren die rothen Pongoenen oder Fähnlein, von denen je hundert Mann eines führten.

An dem rechten Flügel des Lagers hatte man die Sturmwerkzeuge hervorgeführt. Es waren Springböͤcke

und Wurfmaſchinen, aus ſchweren Balken gezimmert und gebraucht, um große Steine über die Mauern zu ſchleudern. Das wunderlichſte Werkzeug, das man hier bemerken konnte, war jedoch der berühmte Stadtbogen von Gent. Vier Pferde zogen mit Mühe dieſes ſchreck⸗ liche Werkzeug. Man konnte jedes Mal, wenn man den Rieſenbogen abſchoß, zwanzig Pfeile ſo ſchwer wie Lan⸗ zen mit einem Schuß über die Mauern einer Feſtung ſen⸗ den. Die anderen Werkzeuge, ſämmtlich auf Rädern, waren gleichfalls mit Pferden beſpannt, und ihnen folg⸗ ten Wagen, mit Steinen und Pfeilen beladen.

Bei den Sturmwerkzeugen befanden ſich die weißen Kaproenen, eine Bande muthiger Geſellen, welche frei⸗ willig im Heere dienten und ihm ſtets folgten, ſelbſt wenn ihre Pflicht als Mitglieder der Gilden ſie nicht zu den Waffen rief. Als Kennzeichen trugen ſie eine Art von faltiger Filzmütze, die man eine Kaproene nannte.

Neben ihnen, und ganz beſonders bei dem Sturm⸗ zeug thätig, ſah man die luſtigen Ribauden mit ihrem

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